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Erland & The Carnival – Nightingale (Album, 2011)

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LikeErland & The Carnival | erlandandthecarnival.com a shadow you just fly into the night / Leaving me broke, leaving me shattered / Leaving me broke, leaving me shattered" ("Nightingale")

Wer solche Zeilen singt, dem höre ich zu. Es mag sich um ein psychologischen Problem handeln. Aber wie schreibt Garrison Keillor in einer seiner Geschichten: "Problems can be solved. If not – ignore them."

Genug von mir. Nightingale ist innerhalb von wenig mehr als einem Jahr das zweite Album von Erland & The Carnival. Ja, es ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Aber nach und nach erschließen sich einem die Songs, und dann wirken die Synthesizer ("I'm Not Really Here", "I Wish, I Wish") gar nicht mehr störend. Im Gegenteil, plötzlich beschleicht einen das Gefühl, auf exakt diesen Sound schon Jahre gewartet zu haben. Gefühle vergehen, zugegeben – auch dieses.

Zurück bleibt jedoch die Erkenntnis, dass "I'm Not Really Here" oder "This Night" anständig nach vorne gehen; dass der eingangs erwähnte Titelsong ganz herrlich melancholisch ist, ohne dabei irgendwie öde daher zu kommen; dass der Opener "So Tired In The Morning" vielleicht einen Hauch zu lang ist, was andererseits gut zum Thema des Songs passt; und dass "Dream Of The Road" im Ansatz an Blurs "Out Of Time" erinnert, was absolut okay ist und auch wenig verwundert, wenn man bedenkt, dass Gitarrist Simon Tong von 2002 bis 2005 bei eben dieser Band beschäftigt war.

Simon Tongs musikalischer Beitrag ist es denn auch, der Erland & The Carnival für all jene hörenswert macht, die schon The Verve, The Good, The Bad & The Queen oder Gorillaz mochten – allesamt Bands bei denen er mitgewirkt hat.

Insgesamt ein rundes Album mit klitzekleinen Schwächen und vielen großartigen Songs.

Nightingale erschien am 7. März bei Full Time Hobby.


Vorschau: Frank Turners neues Album England Keep My Bones ist soeben eingetroffen und wird in den nächsten Tagen einer eingehenden Prüfung unterzogen. Mehr dazu also demnächst.

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