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fair enough.

Haruki Murakami

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Haruki Murakami - japanischer SchriftstellerHaruki Murakami verdient den Nobelpreis; und wenn die Mitglieder der Svenska Akademien auch nur einen Funken Verstand besitzen, wird er den Preis auch bekommen – früher oder später. Denn er hat ihn verdient, so viel ist mal sicher.

Warum? fragen Sie. Nun, das ist natürlich eine berechtigte Frage. Allerdings schließe ich daraus, dass Sie noch nie das Vergnügen hatten, eines seiner Meisterwerke zu lesen. Aber keine Sorge, manche Dinge im Leben lassen sich ändern, und dies hier gehört ganz eindeutig dazu.

Also, sind Sie bereit? Ja? Dann übergebe ich das Wort an HARUKI MURAKAMI:

Der Aufzug fuhr ungemein träge aufwärts. Jedenfalls vermutete ich, dass er sich aufwärts bewegte, genau wusste ich es nicht. Er fuhr so langsam, dass ich mein Richtungsgefühl verlor. Möglicherweise war es auch abwärts gegangen, oder er hatte sich überhaupt nicht bewegt. Den Zustand des Davor und des Danach im Kopf, entschied ich, dass es aufwärts gegangen sein musste. Das war alles. Eine bloße Vermutung, die jeder Grundlage entbehrte. Möglicherweise war er auch zwölf Stockwerke auf- und drei abwärts gefahren oder hatte einmal die Erde umrundet. Ich wusste es nicht. (aus Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt, 2007, 2. Auflage; S. 9)

Ist schon ganz schön toll, oder?

Als das Telefon klingelte, war ich in der Küche, wo ich einen Topf Spaghetti kochte und zu einer UKW-Übertragung der Ouvertüre von Rossinis Die diebische Elster pfiff, was die ideale Musik zum Pastakochen sein dürfte. (aus Mister Aufziehvogel, 2000, 22. Auflage; S. 9)

Na, immer noch nicht überzeugt?

"An Geld bist du jetzt auch irgendwie gekommen, ja?", sagt der Junge namens Krähe in seiner üblichen, etwas schwerfälligen Sprechweise, als wäre er gerade aus dem Tiefschlaf erwacht und als funkionierten seine Sprechmuskeln noch nicht richtig. Aber das ist reine Attitüde, in Wirklichkeit ist er hellwach. Wie immer. (aus Kafka am Strand, 2006; S. 7)

Ja, ich weiß, was Sie sagen wollen. Allerdings weiß ich leider auch nicht, warum er den Nobelpreis noch immer nicht gewonnen hat. Vielleicht ist die schwedische Übersetzung einfach nicht so gut wie die von Ursula Gräfe, die schlicht und ergreifend einen verflucht guten Job macht. Aber was soll's, nicht wahr? Am Ende kann es einem völlig egal sein, ob Murakami den Nobelpreis bekommt oder nicht. Aufmerksamkeit verdient er in jedem Fall; auch ohne Preis.

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