Von der politischen Öffentlichkeit lange Zeit unbemerkt, hat der Krieg in den letzten Jahrzehnten schrittweise seine Erscheinungsform verändert: Der klassische Staatenkrieg, der die Szenarien des Kalten Krieges noch weithin geprägt hat, scheint zu einem historischen Auslaufmodell geworden zu sein; die Staaten haben als die faktischen Monopolisten des Krieges abgedankt, und an ihre Stelle treten immer häufiger parastaatliche, teilweise sogar private Akteure – von lokalen Warlords und Guerillagruppen über weltweit operierende Söldnerfirmen bis zu internationalen Terrornetzwerken -, für die der Krieg zu einem dauerhaften Betätigungsfeld geworden ist.
- Herfried Münkler (2005): Die neuen Kriege. Hamburg. 2. Auflage. S. 7
Geniestreich? Sehr verständlich geschriebenes Werk, das all jenen ans Herz gelegt sei, die nach dem Fall des Eisernen Vorhangs von einer krisen- und gewaltfreien Zukunft fantasierten.